„Wenn wir hier nicht das Stromangebot erhöhen, wird es in fünf Jahren Verteilungskämpfe geben”
RWE-Chef Markus Krebber über hohe Strompreise, knappe Energie und die Fehler der deutschen Politik.
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Deutschland hat im internationalen Vergleich sehr hohe Strompreise – und für Teile der Industrie wird Energie zunehmend zum Standortproblem. Im Gespräch mit Gabor Steingart erklärt RWE-Chef Markus Krebber, warum er auf absehbare Zeit nicht mit deutlich sinkenden Strompreisen rechnet und weshalb Deutschland vor allem eines braucht: mehr Strom.
Krebber spricht über die Fehler der deutschen Energiepolitik, den notwendigen Ausbau von Erneuerbaren, Netzen und Gaskraftwerken und seine Forderung nach einem langfristig abgesicherten Industriestrompreis. Es geht um den wachsenden Energiehunger von KI und Rechenzentren, die Abhängigkeit von Energieimporten und die Frage, ob Deutschland nach einem Ende des Ukraine-Krieges noch einmal zu billigem russischen Gas zurückkehren könnte.
Außerdem warnt Krebber vor Angriffen auf die kritische Infrastruktur und fordert bessere Möglichkeiten, Stromnetze und Kraftwerke zu schützen. Mit Blick auf den kommenden Winter sieht er ein weiteres Risiko: niedrige Gasspeicherstände könnten bei einem besonders kalten Winter zu Knappheit und deutlich höheren Preisen führen.
Ein Gespräch über Deutschlands Energieversorgung, die Zukunft des Industriestandorts und die Frage, wie viel Markt und wie viel Staat die Energiepolitik braucht.
Redaktion: Stefan Rupp
Produktion: Jonas Bartsch