Gastbeitrag von Elmar Brok: Wir brauchen mehr Impfstoff-Kooperation, nicht weniger!

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Das deutsche Impfchaos verleitet dazu, Unmut zu fassen und sich stetig mit Ländern zu vergleichen, die im Alleingang scheinbar schneller vorankommen. Doch statt auf mehr Nationalismus in der Impfbeschaffung zu setzen, sollte die Politik noch internationaler arbeiten.

Globale Herausforderungen können nur durch internationale Zusammenarbeit besiegt werden.

Das darf auch angesichts aller noch so notwendigen nationalen, regionalen und lokalen Lockdown-, Test- und Impfdiskussionen nicht übersehen werden. Der verständliche Frust der Menschen nach einem Jahr der Einschränkungen und der erbitterte Kampf der politischen Parteien, diesen Frust auf den politischen Gegner zu lenken, dürfen unseren Blick nicht von der alleinigen, globalen Ursache ablenken – COVID-19.

Wenn der Virus nicht weltweit erfolgreich bekämpft wird, wird es – insbesondere wegen der steigenden Zahl von Mutationen in anderen Teilen der Welt – auch in Deutschland und Europa keinen erfolgreichen Kampf gegen die Pandemie geben.

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Deshalb darf die EU sich trotz des Impfnationalismus von London und Washington nicht zu einem generellen Exportverbot für Impfstoffe verleiten lassen.

Aus der EU sind 10 Millionen Dosen nach Großbritannien und 40 Millionen in die Welt geliefert worden, auch von Biontech. Aus den USA und Großbritannien wurde bisher fast nichts ausgeliefert. Darüber kann man zornig sein, aber Zorn hilft uns nicht weiter.

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