Kolumne "Situation Room": Grüne Außenpolitik: Werte vor Wirtschaft

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Deutschlands Außenpolitik steht vor einer Prioritätenverschiebung. Eine Regierungsbeteiligung der Grünen würde Werte und Menschenrechte über Wirtschaft und Handel stellen - mit Folgen für Deutschlands Rolle in der Welt.

Deutschland als größtes Land Europas, als zweitgrößte Nato-Nation und als viertstärkste Volkswirtschaft der Welt (hinter den USA, China und Japan) macht, ob es will oder nicht, immer Weltpolitik.

Auch eine Leerstelle wäre ein geopolitisches Statement.

Aber spätestens seit dem Münchner Konsens, also den gleichgerichteten Reden des damaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck, des damaligen Außenministers Frank-Walter Steinmeier und der damaligen Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen auf der Münchner Sicherheitskonferenz 2014, lautet die immer wieder gern zitierte Maxime der deutschen Sicherheitspolitik, sich künftig „früher“, „entschiedener“ und „substanzieller“ engagieren zu wollen.

„Eigentlich“ sei Deutschland „zu groß, um Weltpolitik nur von der Außenlinie zu kommentieren“, erklärte Steinmeier damals.

Eigentlich.

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