Kolumne "Situation Room": : Keine Phrase mehr: "Tapfer verteidigen!“

Der Krieg in der Ukraine hat für die deutsche Bundeswehr eine neue Realität geschaffen. Hans-Peter Bartels darüber, warum für eine "neue Wehrhaftigkeit" nicht nur mehr Geld und bessere Strukturen sondern auch ein anderes Mindset nötig ist.

Manchmal sind es halblaute Zwischentöne, unscheinbare Nebensätze, ungewohnte Begriffe, mit denen größere Veränderungen beginnen.

In der Zeitschrift „Europäische Sicherheit und Technik“ (Juni 2022) schreibt der Militärhistoriker Klaus Naumann, dass mit dem Ukrainekrieg eine „neue Grundsätzlichkeit“ Einzug gehalten habe. Für Deutschland gehe es jetzt nicht allein um die „materielle Kräftigung“ der Bundeswehr, sondern auch um die „geistige Vollausstattung“ unserer Streitkräfte.

Im aktuellen Heft der Zeitschrift „Innere Führung“ weist der Sprecher des ministeriellen Beirats für Fragen der Inneren Führung, Generalleutnant a.D. Rainer Glatz, auf „erforderliche Ergänzungen in der Ausbildung“ hin, die sowohl das soldatische Selbstverständnis als auch „ein den neuen Realitäten gerecht werdendes Mindset“ umfassen müssten.

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