Gastbeitrag von Bernd Gizek : Wie die digitale Schule gelingen kann

Vorinstallierte Notebooks für Lehrer und Schüler, ein IT-Beauftragter in den Schulen und ein Aufbrechen der föderalen Hemmnisse. So könnte Bildungsreform gelingen.

Der Bildungsföderalismus gilt als Fundament des Schulwesens der Bundesrepublik Deutschland. „Altes Fundament ehrt man, darf aber das Recht nicht aufgeben, irgendwo wieder einmal von vorn zu gründen.“ erkannte schon der bedeutende deutsche Dichter Johann Wolfgang von Goethe.

Die Zuständigkeit für das Schulwesen liegt traditionell bei den Bundesländern. Die Digitalisierung der Schulen (inkl. der Berufsschulen) ist jedoch eine drängende, zukunftsorientierte Aufgabe von nationaler Tragweite.

Die Charta der Grundrechte der Europäischen Union besagt nach Artikel 14: „Jede Person hat das Recht auf Bildung sowie auf Zugang zur beruflichen Ausbildung und Weiterbildung. Dieses Recht umfasst die Möglichkeit, unentgeltlich am Pflichtschulunterricht teilzunehmen.“

Recht auf Bildung? Kommt auf das Land an

Nicht erst seit Corona hat das deutsche Schulsystem gerade wegen der fehlenden digitalen Kompetenz der handelnden Personen erhebliche Probleme, diese Rechte bundesweit für alle gleich umzusetzen.

Heutzutage ist der Bildungserfolg nicht nur abhängig vom Elternhaus, sondern auch von dem Bundesland, in dem ein Schüler lebt.

In der ebenfalls föderalen Finanzverwaltung hat der Bundesrechnungshof aus Gründen der Steuergerechtigkeit im Jahr 2020 bundesweite Maßstäbe für „IT-gestützte Prüfungsmethoden in der Betriebsprüfung“ angemahnt und das Bildungsfinanzministerium zum sofortigen Handeln aufgefordert.

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