Kolumne "Situation Room": Wir leben in der Risikogesellschaft

Da der Klimawandel mindestens langfristig ein Risiko für unsere Gesellschaft darstellt, versuchen wir, die Erderwärmung zu stoppen. Bei anderen Gefahren fehlt dieses Bewusstsein - ein Risikobeauftragter muss her.

Alles kommt für uns immer überraschend: letztes Jahr eine neuartige Lungenseuche, dieses Jahr Starkregen mit Jahrhundert-Überschwemmung, nächstes Jahr vielleicht verheerende Waldbrände wie jetzt gerade in Griechenland und der Türkei, irgendwann ein flächendeckender Blackout durch einen bösartigen Computer-Wurm. Längst leben wir in einer Risikogesellschaft und wissen das auch. Deshalb arbeitet die Weltgemeinschaft daran, zum Beispiel die Erderwärmung in einigen Jahrzehnten zu stoppen. Aber auf das, was zwischendurch und jenseits des Klimawandels passieren kann, sind wir denkbar schlecht vorbereitet. Manche Unternehmen haben inzwischen eine eigene Institution für den Umgang mit absehbaren Unwägbarkeiten geschaffen: den "Chief Risk Officer", der sich in der ökonomischen Praxis allerdings naturgemäß meist mit Risiken der Unternehmensentwicklung und des Kapitalmarktes beschäftigt.

Doch auch auf der staatlichen Ebene bräuchte es diese Perspektive.

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