Kolumne "Situation Room":: Wohin mit dem Extra-Geld für die Bundeswehr?

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100 Milliarden Euro wurden als Sondervermögen für die Bundeswehr angekündigt und scheinen auch problemlos verplant zu werden. Laut Hans-Peter Bartels sollte der Schwerpunkt bei der Beschaffungsplanung jedoch anders liegen, als bisher gewählt.

Der 100-Milliarden-Rüstungsfonds, von Bundeskanzler Olaf Scholz drei Tage nach Putins Überfall auf die Ukraine angekündigt, beschleunigt alles: Die Beschaffungsplanung im Verteidigungsministerium, Entscheidungsprozesse im Parlament – und die Angebotserstellung auf Seiten der Rüstungsindustrie.

Der Düsseldorfer Rheinmetall-Konzern soll dem Ministerium schon lieferbares Wehrmaterial im Wert von über 40 Milliarden Euro angezeigt haben, von Panzern bis zu neuartigen Artilleriegeschossen. Bei Airbus rechnet die deutsche Verteidigungssparte in München jetzt fest mit der zügigen Bestellung einer fünften Tranche ihres Mehrzweck-Kampfflugzeugs Eurofighter für – je nach Servicepaket – fünf bis zehn Milliarden Euro.

Und die Flugkörper-Spezialisten von MBDA in Schrobenhausen beleben die schon totgeglaubte Raketenabwehrtechnik ihres finanziell völlig aus dem Ruder gelaufenen 14-Milliarden-Programms TLVS wieder für eine künftige deutsche Luftverteidigung.

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