Mietendeckel und Enteignung: Warum Ökonomen dagegen sind
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Vor den Landtagswahlen werden die Mietpreise in den Städten zum Politikum. Die Berliner Linken versprechen Mietdeckel und Enteignung – und liegen damit in den Umfragen vorn. In der Bundeshauptstadt stimmten fast 60 Prozent der Berliner für eine Enteignung der inzwischen fusionierten Wohnungskonzerne Deutsche Wohnen und Vonovia.
Aber: Bringen die Vorhaben überhaupt die versprochene Entlastung für Mieter?
Für das Videoformat Zur Sache hat sich meine Kollegin Luisa Nuhr – Mitglied der Chefredaktion – auf Antwortsuche begeben. Nicht nur auf Basis von ökonomischer Theorie, sondern in der Praxis. Denn hunderte Studien haben die Auswirkungen von Eingriffen in den Mietmarkt, auch in Berlin, untersucht.
Sie kommen zum einhelligen Ergebnis: Eingriffe dieser Art haben mehr negative Neben- als positive Hauptwirkungen.
Mit hochwertigen Visualisierungen aufbereitet und im Gespräch mit DIW-Ökonom Konstantin Kholodilin, der die größte veröffentlichte Metastudie zum Eingriff in Wohnmärkte durchgeführt hat, entwirrt Luisa die Faktenlage. Und stellt sich die Frage: Was hilft denn wirklich gegen steigende Mieten?
Die erwähnten Studien
Meta-Studie: Die Effekte von Mietpreisregulierung
Studie: Die Effekte des Mietendeckels in Berlin 2020
Meta-Studie: Umfangreichste Literaturauswertung staatlicher Eingriffe am Immobilienmarkt